Nachdem wir uns auf dem Südsteg des Hauptbahnhofs getroffen haben (schon fast Standard bei uns), sind wir gemeinsam zum S-Bahnhof Aumühle gefahren. Eine richtig gemütliche Anfahrt....

 

Dann gab es einen sehr schönen Fußmarsch durch den winterlichen Wald zum Museum.

Der Volksmund meint dazu: “Die Letzten werden die ersten sein.” Stimmt auch dieses Mal wieder auffallend .

Zum Glück war die  zweite Hälfte des Weges nicht ganz so schlammig und naß.

Aber dann war es geschafft.

Sylvia ist sichtlich froh, daß wir es hinter uns haben.

Im Lokschuppen fällt sofort die schöne uralte T3 ins Auge.  Diese wurde 1902 gebaut.
Alleine in Altona waren 100 Stück davon im Einsatz gestanden.

Sehr interessant ist bei dieser Lok die Allan - Steuerung der Dampfventile.

Die Lok hatte noch keine Luftdruck- bremse und natürlich auch noch keinen Stromgene -rator, dafür aber eine richtig große Glocke vor dem Schornstein....

Sehr aufschlussreich waren die Erläuterungen durch Herrn Thiele vom Museum, der auch bei der Erstellung des Programms und der Verpflegung der Truppe Grossartiges geleistet hat.

Dafür von den HAMSTern noch einen ganz herzlichen Dank !

Hier zeigt er uns einen fast unglaublich gut restaurierten Personenwagen (preuss. Abteilwagen).

Bis zum 29. Januar 1961 fuhr die Kleinbahn Wohldorf noch auf der knapp zwei Kilometer langen Reststrecke von Ohlstedt durch den Wohldorfer Wald nach Wohldorf.

Danach war für die interes- santen Fahrzeuge der alten Kleinbahn Schluss.

Der untere Teil des Doppelstock - Beiwagens 56 ist sehenswert ! Schöne Bilder an den Fenstern weisen auf die Kleinbahn hin.

 

Hier ein Bild des wieder- hergestellten offenen Ober- decks. Das ist zu erreichen über zwei schmale Wendeltreppen.

Da weiss man gleich, dass in den damaligen Zeiten der bekannte Schmalhans der Küchenmeister war. Heutzutage würden wohl einige Fahrgäste im Aufgang stecken bleiben...

An diesem Waggon zeigte Herr Thiele uns auf, wie schwierig die Aufarbeitung der historischen Schätze des Museums ist. Der völlig aus Eichenholz aufgebaute Wagenkasten ist teilweise durchgerottet.

“Das wird wohl eine Jahr- hundertaktion !” meinte er....

Die Gmeinder - Diesellok des Museums hat einen Teil unserer Gruppe “um die Ecke gebracht”.

Es gab nicht sehr viel Strecke, aber das Erlebnis ist trotzdem elementar gewesen.

Sehr gute Erläuterungen zum Thema Feldbahnen gab es gratis noch dazu.

Eisenbahnbegeisterte sind auch mit einer Feldbahn zu begeistern....

1935 wurde der Nebenbahntriebwagen VT 137137 von der Waggonfabrik Dessau an die Deutsche Reichsbahn geliefert. Zu Kriegsbeginn musste er  abgestellt werden. Seine Verwendung im Krieg und danach im Saarland ist nicht genau belegt. Mindestens seit 1962 ist er antriebsloser  Lehrstellwerkswagen.

Da ist es klar, dass wir hier eine Schulung als zukünftige Stellwerker bekommen haben. Zu unserer Freude ist der zuständige Spezialist des Museums zu uns gestoßen, um uns in die Stellwerkstechnik einzu- weisen.

Das Spannende dabei ist, daß in dem Fahrzeug, die unterschiedlichen Generationen von Stellwerk- technik zu sehen waren.

Stefan bewundert hier schon eine etwas modernere Version mit Relais, die nicht mehr so schwere Arbeit für den Stellwerker bedeutete.

 

Vorher hatten wir schon die bewährten Stellhebeltechnik für längere Drahtseile zu Weichen und Signale bedienen müssen, um einen Zug über die oben gezeigte Strecke fahren zu lassen.

Unsere beiden Fahrdienst- leiterinnen, die schon oft beim Stammtisch unsere Züge “abgewickelt” haben, haben sich auch hier wieder bestens bewährt !

Die Fotos sind dieses Mal von Bernd Michaelsen aufgenommen worden.