Das im Weserbergland gelegene Betriebswerk Ottbergen verdankt seine  Entstehung der Vervoll- ständigung einer Güterrollbahn vom Ruhrgebiet zum säch- sischen und anhaltinischen Industrierevier in den 1870er Jahren.
Mit steigenden Güterzuglasten wuchs natürlich das Bw auch. Beim Ende des Dampflok- zeitalters wurden hier die BR 44 zusammengezogen.

Die Modellbundesbahn hat in Brakel diesem Bw und den Betriebsanlagen rings herum die wunderschöne Anlage gewidmet, die am heutigen Tage von 3 HAMSTern besucht wurde.

Vor dem Bw fährt gerade ein sehr langer Erzzug vorbei , der von einer BR 44 gezogen wird.

Wir hatten ja erwartet, daß die Lok einen passenden Vorspann von einer zweiten 44er hätte, um den langen Zug bewältigen zu können, aber weit gefehlt.

Die zweite BR 44 schiebt den Zug nach. Wer so etwas schon mal auf der eigenen Anlage versucht hat, weiß, daß man das kaum über Weichenstrassen und kurvige Strecken hinbekommt, ohne daß es zu Entgleisungen kommt.

Kurzum hier klappt das gut. Völlig klar, dass wir den “Fahrdienstleiter” der Anlage danach befragten. Hamster Thorsten wird hier gerade schlau gemacht, wie es geht.

Wunderbar sind auf der Anlage auch die liebevoll zusammen- gestellten anderen Züge. Auf dem linken Bild ein nicht gerade kurzer Güterzug, bei dem die V100 Vorspann von einer V160 erhält. Auch dieser Zug läuft hervorragend mit seinen beiden Zugloks.

Rechts ein Zementzug, der das Industriegelände gerade verlassen soll. Lok und Waggons sind prima gealtert, so daß der Zug aussieht, wie ein schon häufig mit Zement und Kalk eingesetzter Zug.
Auch bei anderen Zügen sieht man diese sehr gute Alterung des Rollmaterials.

Überhaupt sind Industrieanlagen, wie hier die Raiffeisenniederlassung sehr detailliert und perfekt dargestellt.

Auch die Restaurierungsanlagen im Bw sind so perfekt gestaltet, daß man beim Betrachten sich schon fast wundert, daß da keine Preiserleins Kohle und Schlacke schaufeln.

Natürlich sind die originalen Stellwerke auch in die Anlage integriert. Dieses ungewöhnliche fällt sofort ins Auge.

Brücken und Viadukte sind ganz wunderschön gemacht und in die Umgebung hineingebaut.

Das macht wirklich einen sehr echten Eindruck, weil einfach alles passt.

Gute Beleuchtung mach den Eindruck zusätzlich sehr plastisch.

Also, ein Besuch hier ist eine sehr lohnende Sache, zumal der Eintritt recht zurückhaltend bezahlt wird.
Toll, was man hier auf die Beine gestellt hat.

Wieder einmal bestätigt sich, daß Größe nicht das Wichtigste ist an einer Schauanlage, auch nicht die tolle Werbung auf allen Kanälen. Sondern das Herzblut, das in der Gestaltung der Landschaft liegt und die liebevolle Zusammenstellung der Züge, wie sie in der Epoche 3 gefahren sind, macht den Zauber in dieser Anlage aus. Ich komme jedenfalls gerne nochmals wieder.

Die Fotos sind von Thorsten F. und Manfred P. aufgenommen worden.