Stammtisch: 16. Januar

Hotel "Zur Glashütte" in der Segeberger Chaussee 309 in 22851 Norderstedt

Thema des Tages: Was uns der Weihnachtsmann gebracht hat...


Thomas hatte eine Digitalisierte 3001 aus den 1950ern mit passenden Wagen dabei. Die Lok ist für ihr Alter in einem Top-Zustand. Die Märklin Version einer E63 konnte damals einzeln, oder im Set mit Gleisoval gekauft werden und jeder, bei dem sie unter dem Weihnachtsbaum lag, wird überglücklich gewesen sein.

Hinter der Lok hing ein Gepäckwagen 328 und zwei Personenwagen 3. Klasse 327.
Dem folgten ein Kühl- und ein Bananenwagen. Die Güterwagen der 1950er waren aus Thermoplastik gefertigt und für Ihre Zeit in sehr feiner detailreicher Ausführung. Was man als Sammler so alter Modelle nicht verhindern kann, ist der Verlust des Weichmachers und so verzieht sich der Kunststoff dieser Wagen immer weiter.

Zum Bananenwagen sei noch angemerkt: Die Klappen links und rechts Oben waren beim Original um dort das Eis für die Kühlung einzufüllen.
Und beim Modell: der Aufdruck erfolgte damals mit einer Schablone. Dafür finde ich die Qualität wirklich toll.

Hinweis: Wenn Ihr die Bilder anklickt, dann werden sie Euch größer dargestellt.


Mats hatte eine CE 6/8 der SBB dabei. Das Märklin Modell 3652 des Schweizer Krokodils kam 1987 schon Digitalisiert auf den Markt. Das Modell, dass an diesem Abend unterwegs war, hatte einen Übergabe-Zug aus Kohlewagen, der Firma Piko am Haken.

Die Lok konnte zu einem Schnäppchenpreis erworben werden, weil eine Kuppelstange gebrochen war.
Ein Griff zum Lötkolben, dann noch eine Reinigung und ein wenig Schmierstoffe und schon läuft das gute Stück, als wäre es neu.


Bernd hatte einen Schweizer Intercity mitgebracht. Die Lok - entweder das Modell 3760 von 1993, oder 37460 von 2007 - eine Re460 der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB/CFF/FFS). In so einem Zug dürfte Bernd früher des öfteren gesessen haben, wenn es mal wieder in die Schweiz ging.

Die Lok kam mit einem mfx Dekoder und Hochleistungsmotor auf den Markt. Anlass war ein Jubiläum: 125 Jahre Gotthardbahn. Da es eine Mehrzwecklok ist, werden wir sie vielleicht auch mal vor einem Güterzug sehen.

Wagen wie diese haben ich erst letzen Herbst am Hamburger Hauptbahnhof gesehen.


Eine V60 107 (Märklin 37655 von 2007-2012) war an diesem Abend mit einem Zug aus Geschlossenen Güterwagen unterwegs, den Torsten mitgebracht hatte. Den Anfang macht das Bierwagen-Set 48774 (von 2012), das einfach mal in den Norden gehört. Dahinter fuhren zwei Bierwagen aus Dortmund (48644 und 48645).

Ein Brawa Wagen "Kühne" - die Firma gehört nun mal zu Hamburg und am Ende ein Haribo Kühlwagen (Märklin 48900).


Von Patrick sind wir Aufseheneregende und vor allem lange Züge gewohnt - das war bei diesem Stammtisch nicht anders. Eine Baureihe 103 (das Roco Modell 7520134) der Lok, des DB-Museums Koblenz, ist im aktuellen Zustand nachgebildet.

Sie hatte einen TEE-Zug Rheingold aus 10 Wagen angehängt. Da wäre das Roco-Set 6200120 (3-Teilig) mit Aussichtswagen und Speisewagen. Dann das Roco-Set 6200121 mit je einem Abteil- und Großraumwagen, sowie einem Speisewagen. Gefolgt von Roco 6200122 - zwei Abteil- und ein Bistrowagen.
An diesem Abend vervollständigte Roco 6200126 den Zug.


Vorbildgerecht wären bei diesem Zug der AKE-Eisenbahntouristik durchaus noch 3 Wagen mehr, aber unser Aufgleisbereich war so voll, dass ein zusammenstellen über 2 Gleise nicht drin war und die Länge gab "nur" 10 Wagen her.

Über 3,25 m... ein Hingucker. Und was es noch schöner macht - man könnte mit diesem Zug fahren - die Termine findet man bei AKE.

Spannend: die beiden Speisewagen sind Küche an Küche gekuppelt - das ist Vorbildgerecht, denn sollte es zu ein Feuer kommen, dann am Wahrscheinlichsten in der Küche. Aus Brandschutzgründen möchte man zwischen zwei Potentiellen Brandherden keine Passagiere haben.
Mit zwei Speisewagen und einem Bistrowagen ist jedenfalls für das leibliche Wohl der AKE Kunden gesorgt.


Und dann war da >die Fernsteuerung<. Na ja, zunächst war da ein Uralter-Trafo und ich hatte schon den Spruch auf der Zunge, dass man die nicht mehr benutzen soll...
Aber dann kam alles anders...

Dies ist kein Trafo mehr! Es ist eine Fersteuerung!

Sie erlaubt bei einer speziell umgerüsteten BR151 die Pantographen frei justierbar zu heben und zu senken und auf beiden Seiten der Lok zwischen 3 Weißen und 2 Roten Lichtern zu wechseln und die Führerstandsbeleuchtung auf beiden Seiten ein- und auszuschalten.

Der Drehregler macht wofür er gebaut wurde, er steuert die Lok, inkl. Richtungswechsel versteht sich.
Das immer noch an dem Trafo hängende Kabel fand ich eine klasse Idee - es wird die Funktion der Antenne haben.


Die Lok fällt u.a. auch in die Kategorie Teppichbahner, da sie den Strom aus einem Akku erhält - fährt sie auf Teppich. Es fällt mir schwer Abzüge in der B-Note zu verkünden, weil man sie nicht wie ein Ferngesteuertes Rennauto lenken kann...

Sie drehte auch ein paar Runden auf dem alten M-Gleis Kreis mit dem durchgehenden Mittelleiter - der nicht angeschlossen war.
Später war die Lok auch auf der Anlage mit ein paar Wagen unterwegs. Ohne die Blauen und Roten Status-LEDs in der Lok wäre man nicht auf die Idee gekommen, dass sie keinen Stromabnehmer hat.

Und das Beste kommt zum Schluss - die Fernsteuerung hat eine Reichweite von 300 Metern.


Ein Nahverkehrszug der DB Regio wie man ihn noch häufig rund um Hamburg sehen kann war auch unterwegs. Die Doppelstockwagen von Piko wurden von einer Roco Baureihe 143 geschoben und gezogen.


Der AC/DC Zug - da hat Märklin zu Wacken mal was heraus gebracht. Der Zug hatte auf dem Stammtisch seine Jungfernfahrt.

Auffällig war so ziemlich alles. Wo soll man Anfangen? Beginnen wir mal damit, dass die Hardrockfans in Wacken bekannt sind, keinem Schlammbad aus dem Weg zu gehen, diese Lok aber hatte eine Gummierte Plane zwischen Lok und Tender, damit der Heizer nicht Nass wird???
Ich kann nur vermuten, dass ich da etwas verpasst habe. Vielleicht hätte ich mich für diesen Artikel mit den Texten von Hells Bells beschäftigen sollen.

Die Glocke finde ich wirklich sehr gelungen und dass die Lok eine Soundfunktion mit Glockenläuten hat - das zu dieser Glocke passt.

Und dann war da die Bremse an dem Wagen mit den Kanonen...
Mir wurde mal erklärt, wenn ein Gitarrist seine Gitarre auf der Bühne zertrümmert, dann ist das ein Zeichen von Frustration, weil der Anspruch des Gitarristen an sich selber nicht erfüllt wird. Das kann bei AC/DC niemals der Fall sein - also war es wohl der Bremser, der mit der Zerstörung der Bremse eines mit Kanonen beladenen Wagens eine Message rüberbringen wollte - für die ich ihn feiere.

Oder der Wagen ist Thomas herunter gefallen - dann hoffe ich das man das reparieren kann. Andererseits passt ein nicht Bremsbarer Wagen mit Kanonen in die heutige Zeit. Leider...


Eine BR 41 (Märklin Modell 3082 von 1978-1992) erbringt eine Zugleistung für einen Kohlezug.

Am Ende fährt ein Güterzugbegleitwagen mit Schlussbeleuchtung. Die Wagen dieses Zuges wurden von der Ehefrau unseres Stammtischkollegen gealtert.
Ich finde es toll, dass ein so schöner Zug ein Gemeinschaftswerk ist, bei dem ein Modelleisenbahn- und ein Künstlerisches-Hobby zusammen finden.


Ein weiterer Klassiker - Jahrgang 1968/69: Ein Silberling-Steuerwagen (4046) mit mechanischer Umschaltung von Rücklicht auf 3-fach Spitzenlicht. Zusammen mit einem Primex 4017 - was einem Märklin Wagen 4043 entspricht.

Beide Original ohne Inneneinrichtung, aber mit Innenbeleuchtung. Für die Analoge V100 von Hartmut hätten wir noch einen Analogen Trafo aufbauen müssen, aber die Kiste damit habe ich nicht gesehen. Zum Glück konnte ein anderer Stammtischler mit einer E44 aushelfen.

Das Steuerabteil nannte man bei diesem Wagen "Hasenkasten". Klaustrophobie durfte der Bahnmitarbeiter nicht haben.
Ich hingegen schaue mir dieses kleine Fenster an und frage mich: Wieviel Abstand muss der Steuerwagen zu einem Flügelsignal einhalten, damit der Lokführer sich nicht verrenken, oder gar das Seitenfenster öffnen musste, um zu sehen wann er HP1 bekommt?

Märklin brachte ab 1970 die Silberlinge 4042, 4043 sowie 4046 und 4081-4083 heraus - ab da aber mit Inneneinrichtung. 1975 kam auch der Steuerwagen mit Inneneinrichtung, da aber ohne Umschaltung.


Einmal über den großen Teich: Wenn man sieht, dass eine 4-fach Traktion auf die Gleise gestellt wird, dann weiß man - jetzt kommt entweder ein über 6 Meter langer Zug, oder es geht ins Gebirge. Letzten Freitag war es wohl letzteres.

Die Lok...
Das sieht zunächst nach dem Märklin Set 37629 aus, dass 2011 auf den Markt kam. Dieses Set hatte einen Motor in der A-Einheit und einen weiteren in einer B-Einheit. Der Lautsprecher für den Sound war in der anderen B-Einheit. Der Schlusswagen war ebenfalls in dem Set enthalten.

Die Lok mit der länglichen Schnauze sieht nach dem Märklin Modell 37610 aus. Sie kam als einmalige Serie 2002 auf den Markt und konnte mit einer zweiten Lok (mit Motor, aber ohne Dekoder erweitert werden).
Das wären dann 3 Motorisierte Einheiten. Wow,

Zu den Güterwagen kann ich leider nichts sagen.


Nach dem 2 Weltkrieg zeigten die Kriegslokomotiven der Baureihe 52 im Dauereinsatz schnell ihre Schwächen. Und so kam es, dass Henschel 1951 die Lokomotiven 52 893 und 52 894, im Rahmen einer Rekonstruktion mit Abgasvorwärmern vom Typ Franco-Crosti ausstattete.
Durch den Umbau verhöhte sich die Achslast, so dass die DB die Loks anschließend als 42.90 einreihte.

Die italienischen Ingenieure Attilio Franco und Piero Crosti hatten die Idee, die Wärme im Rauch einer Dampflok noch mehr auszunutzen. Bei einer "normalen" Dampflok wird der Rauch durch Rohre entlang des Kessels geleitet. Dadurch wird das Wasser, das um die Rohre herum ist erhitzt. Die Idee von Franco und Crosti war jetzt den Rauch vorne an der Lok umzudrehen und noch einmal am Wasser vorbei zu leiten. Dadurch konnte der Kohleverbrauch um 15% bis 20% reduziert werden.
Die Seitlichen Schornsteine sind das am deutlichsten zu erkennende Merkmal dieses Lok-Typs.

Auf unserem Stammtisch zog die 42 9001 (Märklin 39161 von 2005-2006) einen Kesselzug aus verschiedenen Wagen (Brawa, Art.-Nr. 2054, Schwerölkesselwagen Aral, Trix-Club 2021, 24821, Schwerölkesselwagen Märklin Eurotrain 2025, 47919, Bauart Uerdingen). Besonders gefallen haben mir die beiden Kesselwagen mit Bremserhaus am Ende des Zuges - hierbei handelt es sich um zweimal Märklin 46514 ("idee & spiel").


Herbert hatte einen weiteren Klassiker dabei: Eine Baureihe 24 (Märklin Modell 3003). Der gemischte Güter- und Personenzug war eine schöne Komposition. Ich wäre nicht überrascht, wenn Herbert mir ein Bild von einem Original-Zug der DB gezeigt hätte. :)
Die beiden Tankwagen untereinander, sowie die Personenwagen waren jeweils fest gekuppelt.

Dazu wird die normale Kupplung aus dem Nem-Schacht entfernt und gegen Märklin 313790 "10 Stück NEM-Schraubenkupplung" ersetzt.
Bei älteren Wagen, die noch keine Kulissenführung besitzten, verwendet Herbert gerne die Nachrüstsets von Roco.


Letztes Jahr brachte Märklin das Kranwagen-Set 46719 auf den Markt. Ein Digital steuerbarer Kran mit Kranschutzwagen - der bei Werner unterm Tannenbaum lag.
Bei dem Modell kann der Ausleger und der Kranhaken per Fernbedienung angehoben, oder abgesenkt werden. Es ist ebenfalls möglich das Führerhaus zu drehen.

Der kurze Zug wurde von einer Brawa BR80 (Art.Nr. 31650) gezogen, die bei ihrem erscheinen für Aufsehen sorgte, weil ein dynamischer Dampfausstoß bei einem Modell dieser Größe etwas neues war.

 

Text und Bilder: JK

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